wundersamer Glaube
..und während wir alles Wissen dieser Welt
zusammentragen, sortieren,
alle Erkenntnisse daraus ziehen…..
schaut die Seele zu
und wundert sich
wundersamer Glaube
..und während wir alles Wissen dieser Welt
zusammentragen, sortieren,
alle Erkenntnisse daraus ziehen…..
schaut die Seele zu
und wundert sich
wann ist Weihnachten?
Wenn sich die Menschen die Hände
zur Versöhnung reichen,
wenn der Fremde aufgenommen wird,
wenn einer dem anderen hilft
das Böse zu mindern
und das Gute zu tun,
dann ist Weihnachten.
R.M. Rilke
Einmal gekreuzigt genügt
Jesus Christus: gestern – heute – morgen
(2. Teil)
Nach seinem Tod und den Tagen der Trauer und Verzagung seiner Jünger und Gläubigen, geschah das Erwartete aber doch Unfassbare: Jesus war auferstanden, das Grab war leer. Er zeigte sich seinen Jüngern und selbst dann, als z.B. Apostel Thomas von diesen Ereignissen hörte, es erzählt bekommen hatte, glaubte er nicht. Erst als Jesus ihm selbst erschien und er die Hand auf seine Wunden legen konnte, kam das „Mein Herr und mein Gott“.
Nun haben wir es scheinbar viel schwerer an seine Auferstehung zu glauben, wo wir ihn ja nicht selbst erleben, hören, ihn nicht „begreifen“ können, „nur“ der Überlieferung glauben müssen, „nur“ seine Worten und Taten in Texten, im Neuen Testament, überliefert bekommen haben.
Das ist nicht zu ändern.
Denn wie wäre es, wenn Jesus Christus aktuell wieder erscheinen würde, wie damals, auch für uns „persönlich“? Was würde mit ihm passieren, wenn er sich so verhielte wie damals? Die Kreuzigung würde ihm sicher erspart bleiben, aber wir hätten andere Methoden um das „Nicht Normale“, nicht in die Norm passende, unterzubringen, in den Griff zu bekommen.
Und, wie oft müßte er in in der Zukunft, für die nächsten Generationen, wieder persönlich erscheinen, damit wir es endlich glauben können, wieder und wieder? Wobei wir es ja unbedingt wissen müßten, wissenschaftlich belegt und ohne jeden Zweifel erhaben. Also eigentlich den Glauben nicht mehr benötigen wollen.
Für viele ist der Glaube eine Schwäche, in Wahrheit ist er, wenn er wachsen kann, wir es auch zulassen, eine große Stärke. Je größer er wird und sich entwickeln kann, je mehr wir um ihn ringen, nie aufgeben, desto mehr Kraft wird er uns auch für unsere Aufgaben geben. Hinter dem Glauben steckt ja eine Hilfe, Kraft und Stärke, wie wir keine bessere bekommen könnten: Gott selbst, Jesus, ist unser Beistand.
Ja, es gilt dabei viele Hindernisse zu überwinden, unsere Erwartungen, wie wir die Hilfe uns vorstellen, Unsere Werteinschätzung, wo wir doch „glauben“, alles Wertige mit Geld aufwiegen zu müssen. „Wenns nix kostet, dann ist es auch nichts oder zumindest nicht viel wert“, negative Bespiele aus der Geschichte bis zum heutigen Tage, „Vorbilder“ die enttäuscht haben und es noch tun, die Scheinheiligkeit, die wir zu entdecken glauben – und manchmal recht haben (Eine solche ist ja sehr häufig auch außerhalb der Kirche anzutreffen).
Und vor allem das „Leid“, welches wir manchmal unverschuldet in Kauf nehmen und damit fertig werden müssen oder auch ein „Leid“, welches wir durch unsere eigenen Irrtümer erfahren, einsichtig werden und uns besinnen. Da geht es dann um unsere eigene „Wiederauferstehung(en)“, schon jetzt, auf unserem irdischen Lebensweg. Das kann weh tun, es kann beschwerlich werden. Aber es zahlt sich aus.
Jesus Christus lebt, ist unter uns, gerade in schwierigen Zeiten, wenn wir es wollen und uns ihm zuwenden. Wir brauchen auch seine Gnade und Barmherzigkeit. Wir erfahren und begegnen ihn im Gebet (welche Form wir auch wählen), in den heiligen Schriften, vor allem im Neuen Testament, in den Sakramenten, in der Natur, in unseren Mitmenschen und natürlich in uns, in der Tiefe unserer Seele.
gestern, heute und morgen
Roman Valent
Evangelium nach Johannes 14,27-31.
„Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht. Ihr habt gehört, daß ich zu euch sagte: Ich gehe fort und komme wieder zu euch zurück. Wenn ihr mich lieb hättet, würdet ihr euch freuen, daß ich zum Vater gehe; denn der Vater ist größer als ich. Jetzt schon habe ich es euch gesagt, bevor es geschieht, damit ihr, wenn es geschieht, zum Glauben kommt. Ich werde nicht mehr viel zu euch sagen; denn es kommt der Herrscher der Welt. Über mich hat er keine Macht, aber die Welt soll erkennen, daß ich den Vater liebe und so handle, wie es mir der Vater aufgetragen hat. Steht auf, wir wollen weggehen von hier“.
Jesus ist tot (?) – 1. Teil (Meine eigenen, ganz persönlichen Gedanken dazu)
Da hat es also vor rd. 2000 Jahren jemanden gegeben, der hat sich nichts, gar nichts zu schulden kommen lassen. Ganz im Gegenteil, er hat sehr viele Menschen geheilt, ob psychisch oder physisch kranke, verzweifelte, arme Menschen, aber auch „reiche“ und angesehene. Es gab nur eine Bedingung: sie mussten es selber wollen, zulassen. Daran glauben, auf Jesus vertrauen, zumindest sich ihm zuwenden. In all ihren Zweifeln, Ängsten, in all der Verzweiflung und Ohnmacht. Oder in all ihren Versuchungen, welche Macht, Karriere, Reichtum so mit sich mitbringen und sich damit in eine andere Art von Ohnmacht stürzten. Der Ohnmacht des Hochmuts.
Und dann gab es damals (damals?) solche, die haben halt nicht an ihn geglaubt, trotz der vielen Heilungen, trotz der Worte im Heiligen Geist. Es waren die Reichen und die Mächtigen, die ihre Macht missbrauchten, das Volk bluten ließen, sich selbst erhört haben und Angst um ihren Einfluss hatten. Viele Juden haben zwar an die Ankunft eines „Erlösers“ geglaubt, hatten aber andere Erwartungen, wie dieser auftreten, seine Macht benutzen sollte. Dazu gehörten aber auch die Pharisäer, die Schriftgelehrten. Sie hatten sich ein sehr egoistisches Bild von Gott zu Recht gelegt und gelebt. Und Jesus hatte ihr Gewissen berührt (das Wissen, wie man Leben sollte und wie nicht, damit man selbst am richtigen Weg bleibt). Ihre Eitelkeit und eigentlich auch ihre Unbarmherzigkeit vor Augen gestellt, die sie für gerecht hielten. Sie waren auch neidig das „kleine“, arme Volk hatte sich zum großen Teil, in all ihrer Not und Verzweiflung, Gottes Liebe, Gottes Worte zugewendet.
Jesus hatte ihnen ihren Spiegel vorgehalten, alleine schon durch sein wahrhaftiges Auftreten.
Jesus war also auch radikal, mutig. Er hatte sich mit der „Macht“ angelegt. Sowohl mit der klerikalen als auch mit der weltlichen. Er hatte die „Scheinheiligkeit“ bloßgestellt, die es auch in allen Bereichen der Gesellschaft gegeben hat, nämlich zu glauben, besser zu sein als andere, keine eigenen Fehler zu haben und dabei auch noch gerecht zu sein. Er wurde Zeit seines Lebens von diesen Leuten (wurde?) verfolgt. Jesus war auch Mensch, wie wir. Er musste Versuchungen widerstehen, hatte auch Angst, war es ihm ja bekannt, was auf ihn zukommen sollte. Er musste vieles aushalten, durchstehen. Er hatte „Blut geschwitzt“, um schließlich doch sofort wieder sein Los anzunehmen, demütig zu sein (Mut zu dienen). Er wurde verraten, verleumdet, geschlagen, gegeißelt, vor Spott mit Dornen gekrönt und ans Kreuz geschlagen.
Wie wenig steht da in den Evangelien, über diese „Prozedur“ des Grauens, der Ungerechtigkeit, der Schmerzen. Das würde heutzutage ganz anders ausgeschlachtet werden.
Jesus hatte seine nähersten Freunde, Anhänger um sich geschart, seine Apostel. Er hat ihnen Kraft und den heiligen Geist gegeben, damit sie ihm nachfolgen können. Er hatte ihnen diese Weisheit weitergegeben, auch und gerade unabhängig der intellektuellen „Berechtigung“, wie wir sie heutzutage sehr gerne oft als Bedingung für die Wahrheit, Weisheit und der Macht wahrnehmen.
Selbst diese wurden aber, als es zur „Hinrichtung“ und ihrer eigenen Verfolgung kommen sollte, schwach, haben ihn in eigener Todesangst, verleugnet. Selbst am Kreuz hörte man Jesus Worte, in momentaner, grenzenlosen Einsamkeit: „Vater, warum hast Du mich verlassen“.
Und trotzdem, noch immer der Trost und die Ankündigung der Erlösung: Zwei Räuber wurden mit ihm gekreuzigt, der eine hat sogar bis zuletzt über ihn gespottet. Der andere hat ihn zurechtgewiesen und sich an Jesus, an das Licht, gewendet: „Bitte denk an mich, wenn Du in den Himmel kommst“. Und Jesus hat ihm das Himmelreich angekündigt, ihm verziehen: „Noch heute wirst Du mit mir ihm Paradies sein“.
Bis zuletzt kann man seine Gnade erfahren, immer noch die Möglichkeit sich zu entscheiden, zu glauben.
Und dann ist Jesus, der in all seinen Gefühlen und Leiden mehr als „menschlich“ war, barmherzig und verzeihend über alle Grenzen des Verstandes, göttlich in all seinen Worten, in seiner Kraft anderen Gutes zu tun, zu heilen… er, das Licht der Welt, war
TOT (?)
Gedicht von Annegret Kronendberg: Gottes Macht
Was schenkt uns die Kraft in der Not nicht zu resignieren, im Schmerz zu kämpfen, trotz Leid zu lächeln, im Sterben zu hoffen? Es gibt nur eine Macht, Gott
Ich für mich werde einiges loslassen und auch einiges umgestalten, wenns gut geht;). Dazu fallen mir diese Worte ein, ich weiß jetzt nicht mehr, wer der Weise war:
Herr,
gib mir Kraft und Mut um das zu ändern, was zu ändern ist.
die Gelassenheit und Demut um das zu lassen, was ich nicht ändern kann,
und die Weisheit das Eine vom Anderen zu unterscheiden
Mein Gott!
Von Gott, meinem Gott, der Gerechtigkeit, der Armut, der Wirtschaft und wieder retour
Natürlich ist es auch Ihr/Dein Gott. Gott ist unser Vater, mit „unser“ sind natürlich alle Menschen auf unserer Mutter Erde gemeint. Ich persönlich meine, Gott hat sich eben auf verschiedene Weise gezeigt, anders in Indien, anders in China, anders im Nahen Osten. Und für uns eben mit seinem Sohn, Jesus Christus. Dort habe ich meine Heimat gefunden, mit Jesus Worten, mit dem Neuen Evangelium im Besonderen.
Aber ich bin nur auf dem Weg, auch im Glauben. Begonnen habe ich mit dem Glauben in einer Zeit, wo ich alles in Frage stellte, wo es mir – oberflächlich gesehen – gar nicht gut ging. In großer Not habe ich zu beten begonnen, mit meinen damals 31 Jahren. Und auf einmal spürte ich die Nähe Gottes, ich fühlte mich plötzlich geborgen, obwohl ich nach außen hin, in einem fremden, weiten Land, sehr alleine und einsam war.
Ich bemerkte, dass man zwar alleine, aber nicht einsam sein kann. Ein riesiger Unterschied. Ich weiß, dass man sich auch unter einer Menschenmenge, unter vielen „Freunden“ sehr einsam fühlen kann.
Mein Gott, warum hast Du mich verlassen!
Ich habe mich auch in meinem neuen Glaubensleben oft am Ende meiner Kräfte gefühlt, gebetet, gebetet, manchmal ist es schwer in einer solchen Zeit zu beten, man fühlt sich allein gelassen, unverstanden, auch von Gott.
Es kommt immer auf die Erwartungen an, wie man sich die Hilfe von Gott vorstellt. Meist soll er so helfen, indem man wieder gesund wird, mehr Geld und einen guten Beruf hat und vergleicht mit anderen. Gott müsse doch gerecht sein!
Gerechtigkeit Gottes?
Dann dachte ich mir aber: wenn ich Gott wäre, oder Sie/Du. Was müßte ich für die vielen Menschen machen, damit alle zufrieden sind. Wie soll Gott Gerechtigkeit walten lassen? Wann wären wir zufrieden? Keiner dürfte ärmer sein als der andere, keiner älter, keiner krank, keiner dürfte früher sterben als der andere, jeder so schön und so schlank wie der andere, keiner intelligenter als der andere, jeder hat gleich schöne Wohnungen (oder jeder Häuser?) und jeder sollte immer glücklich sein. Und wenn dieser Zustand wirklich zu erreichen wäre, was wäre danach, ab diesem Moment, wenn uns Gott die Freiheit ließe uns zu entscheiden, wie wir leben wollen. Wenn jeder verschiedene Talente, Berufungen mitbekommen hätte, die dann wieder eine Vielfalt erzeugen, von Berufen. Je nach Berufung, eben.
Das geht sich nicht aus. Gott hat uns die Freiheit gegeben uns zu entscheiden, wo wir hin wollen. Wir können uns auch abwenden von ihm, freiwillig, die Freiheit „auskosten. Aber ich denke, wenn man sich vom Licht bzw. der Liebe abwendet – so würde ich einmal Gott benennen – dann sind wir zwar frei, aber es wird halt dunkler und kälter in uns. Wir sind dann wie Kinder, die halt aus Prinzip in der Pubertät zumeist das Gegenteil machen, was die Eltern meinen. Schon aus Prinzip. Bis die Jungen erfahren, dass zur Freiheit auch Verantwortung gehört. Diese Verantwortung scheint zwar eine Einschränkung des Machbaren zu sein, ein Verzicht, aber in Wahrheit ist das ein Fortschritt, die Verantwortung formt den Charakter.
Eine Gerechtigkeit kann ich an Bespielen aus meiner Erfahrung aber schon auf Erden erkennen, ohne es in keinster Weise zynisch zu meinen. Menschen mit Liebe (egal welchen Zustandes, welcher Karriere) sind ganz einfach glücklicher. Sie haben mehr Lebensfreude. Das ist nicht mit Spaß zu verwechseln, mit einem kurzfristigen Lustigsein. Ich persönlich würde nie und nimmer in der Spaßgesellschaft eine Rolle spielen wollen, die uns in den Seitenblicken etc. vorgezeigt wird. Viele dieser Leute sind zwar nicht allein, aber doch einsam. Und viele unglaublich oberflächlich (die es nicht sind, bitte ich um Verzeihung). Wenn sie auch reich an Geldsind, sie strahlen zwar Noblesse, aber auch Fadesse aus.
Die Oberflächlichkeit ist in unsere aktuellen Gesellschaft, Wirtschaft ein auffälliges Merkma. Ständig gibt es etwas Neues, man kommt gar nicht mehr nach mit dem aufnehmen, Informationen wollen uns den Hausverstand zuschütten. Wir müssen Grenzen setzen, was wichtig ist und was nicht. Aber Zeit für tiefere Reformen, Nach-Denkliches zuzulassen, die haben wir nicht. So glauben wir. Wir müssen mitmachen, sonst sind wir nicht mehr dabei, bei dem Tanz um das Goldene Kalb. Wir haben mit allen schon unsere Seele überholt und das Schlimme daran: Wir merken es meist nicht einmal. Können uns nicht umdrehen, Ausschau nach ihr halten, ruhig werden. Wir glauben, wir würden etwas versäumen, wenn wir uns Stopps erlauben.
Arme sind oft reicher als „Reiche = reich an Geld und Ansehen“.
Sie sind reicher an Zufriedenheit, der Lebenskampf formt sie, macht sie offen für scheinbar kleine Freuden. Sie freuen sich, wenn sie einmal essen gehen können, empfinden mehr für ihre Umwelt, sind nicht neu – gierig sondern interessieren sich. Es ist ihnen nicht fad, sie leben tiefer und nicht oberflächlich.
Das gilt auch für Kranke, für Leute mit Behinderung. Die schlimmste Behinderung ist diese, dass wir blind nach Karriere streben, dafür über Leichen gehen, nicht mehr auf unser Herz hören können, es verlernt haben, uns in Oberflächlichkeiten verlieren, in Wahrheit kein Selbstvertrauen haben. Dieses ist oft nur auf das Image aufgebaut, welches man aufgrund seiner Karriere erworben hat. Die Luft oben wird aber sehr dünn, Mißtrauen herrschte, die Ellbogentechnik wird immer ausgefeilter. Und viele verkaufen das als „Stärke“.
Bewundernswert sind natürlich auch an Geld und Position reiche Menschen, welche sich den Charakter bewahrt, ausgebaut haben, die auch Demut haben (den Mut zu dienen). Auch wenn Sie dadurch angriffiger werden. Menschen, die Macht immer auch mit Verantwortung verbinden. Diesen Leuten geht es nicht um den Begriff „Macht ist geil“, sondern etwas Positives zu bewirken, die Macht dazu zu benutzen. Sich nicht zu protzen, nicht ihre Launen oder Komplexe bei den Untergebenen auszuleben, auf Kosten anderer. Nicht MitarbeiterInen abbauen, damit sie schnell einen Erfolg vorzeigen können. Ein guter Charakter zeigt ihnen den Weg, was zu tun ist und sie sind oft ernst, wenn Sie sprechen, spüren die Last der Verantwortung auf ihre Schultern. Auch unpopuläre Entscheidungen zu treffen, aber nicht die schnelle Unternehmenserfolge (Gewinne) zu suchen. Aber, bekommt ein sich bewerbender Topmanager überhaupt den Job, wenn er beim Hearing nicht alles verspricht, wie „Gewinne steigern“, Umstruktuierungen, welche vor allem die Personalkosten senken etc.. Ich glaube, ein Manager, der eher von einem langfristigen, erfolgreichen Weg spricht, damit auch kurzfristigen Gewinne nicht verspricht, wird den Job nicht bekommen.
Die Erwartungen an die Manger sind sehr hoch, gleich einer “eierlegenden Wollmilchsau” soll er alles unter einem Hut bekommen.
Wer sich mit Gott wieder einläßt, sich ihm zuwendet, der hat meist auch einen schweren Weg vor sich. Das unterscheidet sich vom kindlichen Glauben zum „Christkind“. Das Christkind erfüllt wo möglich all die Wünsche vom Wunschzettel. Wenn unser Glaube erwachsen wird, ist Gott, richtig verstanden, in anderer Weise für uns da. Manchmal müssen wir einen harten Weg zur Selbsterkenntnis gehen. Gott zeigt uns auch, was wir bislang falsch gemacht haben. Das bereitet auch innere Schmerzen. Es ist halt eine Art „Geburt“, die ja auch schmerzhaft ist. Gott ist bei uns, wenn wir uns ihm immer wieder zuwenden. Er gibt uns die Kraft mit Herausforderungen, mit Leid, auch mit dem Leid, welches wir zumeist selbst gar nicht „verdient“ haben, fertig zu werden. Sehr oft sind wir nämlich nicht die Verursacher unseres Leides, die sind ganz wo anders zu finden. Wir sind dann im wahrsten Sinn des Wortes. Die “Leid -tragenden”. Denken wir an die vielen Kinder, die verhungern müssen (alle 4 Sek. 1 Kind!). Keiner würde auf die Idee kommen, dass die Kinder selbst schuld daran sind. Denken wir an die Naziopfer, an die Opfer von Naturkatastrophen. Unzählige Beispiele können uns da einfallen. Denken wir z.B. aber auch an die vielen ArbeitnehmerInnen, die durch Rationalisierungen, oft im fortgeschrittenen Alter ihren Job verloren haben. Warum wohl? Sie sind zu teuer. Das ist der wahre Grund. Sie arbeiten gut, aber Sie kosten zuviel. Fünfzigjährige gelten bereits unter der Hand als unvermittelbar. Offizell darf man das ja nicht sagen, man muß halt so tun, als hätten sie eh noch viele Chancen, es nur an den Personen läge. Weiterbildung wird empfohlen. Dieses Signal bekommt das AMS sicher auch von den Unternehmen, welche Skills und Softskills notwendig sind. Nun, kein Unternehmer wird öffentlich zugestehen, dass es nur am Geld liegt, das die Älteren nur im Zuge von kurzfristigen Gewinnmaximierungsstreben gehen müssen, sehr oft bei börsenorientieren Unternehmen. Nein, man sucht andere Gründe. Dies ist auch eine Art von Scheinheiligkeit, dazu braucht man gar nicht religiös sein.
Was ist aktuell die Zielgruppe von Mitarbeitern: 25 – 35 Jahre (je nach Branche gibt es natürlich Abweichungen, also jung, billig, willig.
Best Practice Modelle
Mit „Best Practice“ Modellen bemüht man sich dann um das Aufpolieren eines guten Images. Was da so für die Älteren gemacht wird. Es gibt dann auch Wettbewerbe mit Preisen, Pokale und Urkunden. Man läßt sich im gediegensten Rahmen (z.B. beim Nestorpreis war es vor 2 Jahren das Palais Schwarzenber) abfeieren. Aber: Sie sehen dort nur Unternehmer, keinen einzigen Betroffen, kein „wertvolles Humankapital“.
Wer die „Best Practice“ Veranstaltungen bzw. Projekte zu diesem Thema verfolgen konnte, wird sicher aufgefallen sein, dass es zumeist um die Gesundheit der Älteren gegangen ist. Wie bringt man die Älteren von 45 bis zu Pension so halbwegs über die Runden. Mit Vorschlägen (gesunder Mittagstisch, einen ergonomischen Arbeitplatz, Nordic Walking und sonstige Sportangebote, Obst etc.), die aber präventiv eigentlich auch die jüngere Belegschaft betreffen müssen. Es geht großteils dabei immer um „Versorgungsprobleme“, welche die Älteren eher alt machen und so gar nicht deren Image heben bzw. wieder festigen. Aktuell halte ich das eher für eine „scheinheilig“ geführte Diskussion. Wir sollen Ältere überhaupt in ihren Unternehmen alt werden, wenn sich diese Firmen ja zumeist schon nach einen frühzeitigen Austritt sehnen, man in Zukunft 3 x den Beruf und 15 x den Arbeitplatz ändern wird (soll)?
Es geht also zumeist immer auf die Defizite der Älteren, wie man die in den Griff bekommen kann. Auch bei Veranstaltungen, die mit „Erfahrung…“ betitelt werden. In kürzester Zeit geht man dann zu den Defiziten über.
Vom Defizit zum Erfolgsmodell
Wir brauchen neue Projekte, die sich mit den Kompetenzen der Älteren beschäftigen. Weg vom Defizitmodell, hin zu einem Kompetenzmodell, auch hin zu einem Brückenschlag der Generationen. Machen wir auf die Stärken von jung und alt in der Arbeitswelt aufmerksam, auch in Offenheit auch auf die Schwächen mit dem Blickpunkt, dass sich diese dann im Mix zwischen jung und alt jeweils mit der anderen Zielgruppe gut kompensieren lassen.
Aber vielleicht ist das der Grund, dass da wirklich nicht viel weitergeht: Wer die Älteren so mit ihren Kompetenzen lobt, der wird es beim Weiterrationalisieren schwerer haben…
Es täte aber jeder Firma gut.
Wir müssen die Weisheit der Unterscheidung entwickeln. Nicht jede Rationalisierung ist nur aus kurzfristigen Gewinnmaximierungsgründen zustande gekommen. In der Vergangenheit aber sehr oft aus diesem Grunde, eben bei börsenorientierten Unternehmen.
Manche Klein- und Mittelbetrieben könnten ohne Senkung der Personalkosten nicht überleben. Da ist es natürlich legitim beim Personal die Notbremse zu ziehen. Diesen Unternehmen tut es aber zumeist sehr Leid einen kompetenten Mitarbeiter/in zu verlieren. Es bleibt ihnen nicht anders über. Sonst müssten sie zusperren. Andere müssen zusperren, da geht es dann ja überhaupt nicht anders, dass die Leute samt Chef auf der Straße stehen.
Rationalisierungen im großen Stil hat es aber viel mehr gegeben. Und das war eine krankhafte Entwicklung, diese gehört geoutet.
Und aktuell sehe ich da mehr Hoffnung. Es steht viel mehr in den Medien dazu. Wir hatten Beispiele genug, wie sich Manager nur selbst bereichert bzw. unverantwortliche Entscheidungen getroffen haben. Einige, früher bewunderte Topmanager (weil Karriere gemacht = Ansehen gesteigert) konnten wir dann vor Gericht sehen und auch die Gefängnistore haben sich für einige geöffnet.
Ich sehe auch Hoffnung, obwohl oder gerade weil uns die Wirtschafts/Finanzkrise voll erwischt hat. Bei großer Gefahr rückt man leichter zusammen, bekämpft die Krise mit allen Kräften. Es gibt in einer entstandenen lose – lose Situation keine eigensinnige Berechnung mehr. Dadurch entsteht dann vielleicht wirklich eine ehrlich erarbeitete win – win Situation, ein gesunder Neustart in vielen Belangen, eine Ernüchterung in Sachen Werte und Geldwert.
Einen könnten wir als Mentor gut gebrauchen, in solchen Belangen wäre er sicher bei uns: Gott