“altersgerechter” Arbeitsplatz” als Lösung gegen Frühpensionen? – Newsletter des Pensionistenverbandes und Antwort von mir…

Von: PVÖ Pressedienst [mailto:presse@pvoe.at]
Gesendet: Montag, 04. April 2011 13:24
An: roman.valent@chello.at
Betreff: Blecha zu Pensionskommission: Mit “Arbeitsreform” faktisches Pensionsalter anheben

 
    
 

Blecha zu Pensionskommission: Mit “Arbeitsreform” faktisches Pensionsalter anheben

Volle jährliche Wertsicherung garantieren
In einer ersten Stellungnahme zur Pensionskommission bekräftigte Pensionistenverbands- und Seniorenrats-Präsident Karl Blecha die Wichtigkeit, das derzeit zu niedrige faktische Pensionsantrittsalter rasch und deutlich anzuheben. “Das gesetzliche Pensionsalter soll zur Regel werden, Frühpensionen die Ausnahme”, so Blecha. Für Blecha ist für das Erreichen dieses Ziels eine Arbeitsreform zwingend notwendig. ****
Blecha weiter: “Wenn wir wissen, dass die Gründe für das niedrige Pensionsantrittsalter die Berufsunfähigkeit bzw. die Invalidität sind, oder dass ältere Arbeitnehmer regelrecht von ihrem Arbeitsplatz in die Arbeitslosigkeit oder in die Pension gedrängt werden, müssen wir in den Betrieben ansetzen: mit altersgerechten Arbeitsplätzen.” Der PVÖ-Präsident sprach sich auch für ein “Frühpensions-Monitoring” aus: “Wir wollen genau wissen, warum die Menschen so früh in Pension gehen und wir wollen genau wissen, in welchen Betrieben das so ist.”

Zwtl: Volle jährliche Wertsicherung
“Ein Drehen an der Anpassungsschraube” kommt für Blecha nicht in Frage. “Nur wertgesicherte Pensionen sichern das Vertrauen in das Pensionssystem, nur wertgesicherte Pensionen sichern das Pensionsniveau für die heute Jungen und nur wertgesicherte Pensionen erzeugen Inlandsnachfrage und sichern damit die Arbeitsplätze der Jungen”, so Blecha, der damit allen jenen eine Absage erteilt, die Pensionskürzungen das Wort reden. Blecha erinnerte daran, dass die Pensionisten bereits maßgeblich zur Budgetkonsolidierung beigetragen hätten.

Zwtl: Kommissions-Aufgabe erweitern
Der PVÖ- und Seniorenratspräsident sprach sich auch für eine Erweiterung des Aufgabengebiets der Pensionskommission aus. Derzeit ist die Pensionskommission eine ASVG-Kommission, weil sie sämtliche öffentlichen Pensionssysteme ausklammert. Trotzdem wird dann immer von “den Pensionen” gesprochen. “Wir brauchen eine Gesamtsicht, also auf die gesetzliche Pensionsversicherung (ASVG, BSVG, GSVG) plus auf ALLE öffentlichen Pensionssysteme in Bund, Ländern und Gemeinden sowie die 2. und 3. Säule!”, so Blecha abschließend.

 

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Von: Roman Valent [mailto:roman.valent@chello.at]
Gesendet: Montag, 04. April 2011 14:14
An: ‘PVÖ Pressedienst ‘
Betreff: AW: Blecha zu Pensionskommission: Mit “Arbeitsreform” faktisches Pensionsalter anheben

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

danke für die interessanten Newsletter, die ich in letzter Zeit, gerade zu meinem „Spezialthema“ – auch als unmittelbar Betroffener – bekommen habe.

 

Nur ganz kurz: Außer in den Schwerarbeiterjobs geht es in der Regel nicht einmal um einen „altersgerechten“ Arbeitsplatz (ergonomisches Sitzen ist nichts Neues, gilt für jung und alt), sondern um die Kostenfrage des älteren Arbeitnehmers/In, um die kurzfristige Gewinnmaximierung, die in den Köpfen der Manager ungebrochen vorhanden ist und die bekannten Zwänge dazu.

 

Aber es ist vollkommen richtig: Man muss präventiv ansetzen, auf das Erfahrungswissen verweisen – was mir in all den Jahren nur spärlich gelungen ist und auch deutlich sagen: Ältere frei zu setzen ist nicht „in“ sondern out“. Es ist ethisch sowie auch langfristig wirtschaftlich eine Katastrophe, ein weiterer Schritt unserer Wegwerfgesellschaft.

 

Wenn die Leute einmal arbeitslos geworden sind und über 55, dann sind sie unvermittelbar. Da muss man dann schon sehr innovativ werden, um dieses Problem richtig anzugehen. Lösungen, die nicht nur auf dem Papier gut erscheinen, sondern in der Praxis lebbar sind. Dazu fällt mir aber selbst auch nichts mehr ein.

 

Interessant ist, dass diese Problematik jetzt vom Pensionistenverband aufgezeigt wird (besser als gar nichtJ), aber es ist doch symptomatisch, wie auch die Vergangenheit gezeigt hat, dass sich Politik wie auch Medien nicht in dieser, richtigen Weise über das Thema getrauen. Die Macht liegt halt immer noch dort, wo das Geld herkommt, nämlich aus der Wirtschaft;). Da will man niemanden verärgern.

 

Ich hoffe, dass sie dieses Thema weiterhin angehen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Roman Valent

 

Fundament – Generation45plus

1200 Wien, Vorgartenstr. 35/4/6

Tel.: 0699 19689864

www.generation45plus.at

XING Mitglied: http://www.xing.com/go/invita/16631

rd. 3000 Newsletterbezieher (Politik, Medien, Wirtschaft, Sozialpartner, Betroffene etc.)

 

Buch “Ohne Job mit 45+” Neuorientierung, Perspektiven

..als Buchempfehlung der Stadt Wien unter “Besonders Lesenswertes  

 

 


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