„Weihnachtsmails“ mit der ÖVP

Von: Roman Valent [mailto:roman.valent@chello.at]
Gesendet: Montag, 19. Dezember 2011 16:33
An: ‘Hammerer, Gerhard’
Betreff: AW: Ihre Anfrage

Sehr geehrter Herr Hammerer,

vielen Dank für Ihre Antwort, die jetzt wirklich, so denke ich, ohne große Verwendung von Textbausteinen zustande gekommen ist:).

Ich kenne natürlich die Stelle von den Talenten und schätze das Neue Testament sehr, nachdem zahlt es sich aus zu leben bzw. es immer wieder aufs Neue zu versuchen. Im Zusammenhang gesehen kann man es nicht fehlinterpretieren.

Ich nehme an, Sie sind ein jüngerer Kollege und ich schätze unsere heutige Jugend überaus, habe zwei erwachsene Söhne, was aber nicht bedeutet, Leute anderen Alters abzuwerten.

Wenn man mit 50 oder älter einmal arbeitslos geworden ist, dann fällt es, egal welche Qualifikation man hat, mehr als schwer, wieder einen Job bekommen. Eigentlich gilt man, auch aus AMS Kreisen unter vorgehaltener Hand gesprochen, ab (zumindest) 55 als unvermittelbar. Das müssen Sie sich dann in der Praxis einmal vorstellen, was das heißt.

Zum Thema der Mindestsicherung wurden ja schon jahrelang die Argumente ausgetauscht, manchmal muß Barmherzigkeit vor Gerechtigkeit (die wir ja schwer erreichen können, wie wir wissen) gelten. Arbeiten zahlt sich immer aus, da es ganz einfach Sinn stiftet und zum Leben gehören sollte. Sicher, es gibt viele, die unter die Räder gekommen sind, ob unverschuldet, mit- oder ganz Schuld (schon wieder so ein Begriff), aber auch dazu gibt es im Evangelium viele Stellen und Antworten.

Wir dürfen also Ursache und Wirkung nicht verwechseln und bei einer krankhaften Entwicklung in unserer Wirtschaft beginnen. Erst muß eine Jobmöglichkeit da sein, damit die Leute auch wirklich länger arbeiten können. Die Theorie darf sich von der Praxis nicht derart loslösen.

Talente kann man Gott sei Dank in jeder Situation einsetzen, ob haupt- nebenberuflich unterwegs, ehrenamtlich oder zu Hause. Man muß immer das Beste aus einer Situation machen und wie heißt es da so schön:

Herr, gibt mir den Mut, das zu ändern was zu ändern ist
die Demut, das zu ertragen, was ich nicht ändern kann
und gibt mir ein wenig Weisheit, das Eine vom Anderen zu unterscheiden.

Auch Ihnen alles Gute und ein besinnliches Weihnachtsfest.

Mit freundlichen Grüßen

Roman Valent

Fundament – Generation45plus
1200 Wien, Vorgartenstr. 35/4/6
Tel.: 0699 19689864
www.generation45plus.at
XING Mitglied: http://www.xing.com/go/invita/16631
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Buch „Ohne Job mit 45+“ Neuorientierung, Perspektiven
..als Buchempfehlung der Stadt Wien unter „Besonders Lesenswertes“

—–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: Hammerer, Gerhard [mailto:Gerhard.Hammerer@wien.oevp.at]
Gesendet: Montag, 19. Dezember 2011 15:37
An: roman.valent@chello.at
Betreff: Ihre Anfrage

Sehr geehrter Herr Valent !

Besten Dank für Ihre Rückmeldung. Auch wir haben den Artikel im Kurier gelesen und waren etwas verwundert. Wir versuchen alle Mails zu beantworten, in hektischen Zeiten kann das aber schon ein Mal ein paar Tage dauern. Aber nun konkret zu Ihren Anliegen. Dass wir immer wieder über die „Schwächen“ der politischen Gegner sprechen müssen, liegt leider in der Natur der Sache, weil wir in Wien Oppositionspartei sind und keine Umsetzungskompetenz haben. Wenn also die rot-grüne Stadtregierung munter die Gebühren erhöht, dann können wir nicht einfach dazu schweigen, weil das würde ja bedeuten dass wir das gut heißen. Wir bekommen auch immer wieder Mails, dass wir als Opposition zu wenig präsent sind und der FPÖ das Feld überlassen. Aber natürlich haben Sie recht, dass unsere Arbeit sich nicht nur auf das Dagegensein beschränken kann, sondern es auch eigener Vorschläge bedarf. Christine Marek hat in diese Richtung gehend einen Ideenprozess gestartet, durch Ihren Rücktritt hat sich aber die Arbeit verzögert. Wir werden rund um den Parteitag am 25. Februar mit unserem neuen Obmann StR Juraczka massiv mit den gesammelten Ideen präsent sein.

Zum Zweiten: das Attribut „Christlich“ in unserer Partei. Es stimmt dass wir den Leistungsgedanken in unserer Programmatik haben und weil Sie diejenigen, die bis zur Pension viel geleistet haben, ansprechen, eine kleine Geschichte. Vergangenen Freitag hat mir eine Pensionistin bei einem Adventmarkt Ihr Leid geklagt. Sie hat Ihr ganzes Leben lang hart gearbeitet und bekommt jetzt dafür eine Pension von etwas über 800 Euro. Sie versteht nicht, warum jemand, der nichts gearbeitet hat, fast denselben Betrag bekommt bzw. warum dann überhaupt noch jemand arbeiten soll. Das ist genau der Punkt: die ÖVP steht für Hilfe an all jene, die sie brauchen, wir fordern aber auch Leistung von all jenen ein, die eine Leistung erbringen können. Sie werden doch sicher die Bibelstelle kennen, in der von den vergrabenen Talenten die Rede ist. Wir sehen z.B. auch nicht ein, dass gesunde Menschen in Bürotätigkeiten bei der ÖBB mit 52 oder 53 Jahren in Pension gehen. Ich kann in diesem Sinne weder bei der SPÖ noch bei den Grünen „christliche“ Elemente erkennen. Jahrelang hat die SPÖ eine Politik der Verschuldung vertreten, eine Politik auf Pump, auf Kosten der nächsten Generation – auch dem können wir nicht zustimmen.

Bevor man also wieder den Bürgern das Geld aus der Tasche zieht, sollte man zuerst sparen – auch das ist glaube ich eine christliche Tugend. Die SPÖ in Wien bringt die von Ihnen eingeforderte Empathie auf jeden Fall nicht auf. Sonst würden sie nicht den Besitz eines Hundes um 30 Euro verteuern. Vor allem bei älteren Leute ist der Hund die einzige Freude des Lebens und da können 30 Euro schon eine Rolle spielen (vor allem wenn alles Andere wie Wasser, Gas, Müll etc auch deutlich teurer geworden ist).

Ich danke Ihnen noch einmal für Ihre Antwort und würde mich über weitere Feedbacks sehr freuen. Ihnen und Ihrer Familie gesegnete Weihnachten und alles Gute für das Neue Jahr 2012.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Hammerer

——————————————————————————–
Von: Roman Valen [mailto:roman.valent@chello.at]
Bereitgestellt: Freitag, 16. Dezember 2011 16:49
Bereitgestellt in: Microsoft Office Outlook Eingebettete Nachricht
Unterhaltung: Themen der Woche
Betreff: AW: Themen der Woche

Liebe ÖVP,

heute habe ich im Kurier gelesen, dass bei Ihnen sowieso keiner antwortet, aber trotzdem eine spontane Aussage von mir, die sich aber gefühlsmäßig in den letzten Jahren entwickelt hat. Ich mag sonst keine Pauschalierungen, Vorurteile, Verallgemeinerungen, aber:

o oft behandelt Ihr in diesen Newslettern nur die Schwächen der Mitbewerber, mich würden die konstruktiven Gedanken und Ideen mehr interessieren.

o Ich weiß schon, man muss seine Klientel bedienen – was ja heutzutage sehr verwaschen rüberkommt – aber, die ÖVP hat zumindest in der Namensgebung das Wort „christlich“ zuvor. Derzeit, so denke ich, sollten Sie diesen Namen eher der SPÖ oder den Grünen borgen;) Das geht mir bei vielen, vor allem sozialen Themen sehr ab. Nichts gegen Ihr Leistungsdenken, aber denken wir auch an Andere, die entweder schon, bis zur Pension, viel geleistet haben oder auch an ältere Arbeitslose, die sich, so gegen 50, als unvermittelbar in der Altersarbeitslosigkeit befinden oder an Kranke, behinderte Menschen. Alles sollten uns wertvoll sein.

o Es nützt auch nichts, wenn Sie z.B. 58 jährige auf Rehabilitation schicken, zu einem Wiedereinstieg „vorbereiten“, den es nach erfolgter Kur gar nicht mehr geben kann. Das ist so, als würden Sie ein Auto, welches in der Garage steht, dadurch schon rostig geworden ist, aus der Garage holen, es reparieren, instand halten und dann wieder in die Garage stellen. Gut, man ist nachher gesünder, hält vielleicht wieder länger in dieser Situation durch.

o Gerechtigkeit bedeutet nicht, jeden Bürger etwas wegzunehmen, da sollte es schon die Empathie geben oder die Einsicht: Wer eh nichts mehr hat, den soll man gefälligst in Ruhe lassen.

o Was die „Reichen“ – an Geld meine ich – anbelangt. Ein Beitrag wäre angebracht, ich fühle keinen Neid gegenüber dieser Gruppe. Sie könnten es verschmerzen, aber, leider, es ist auch Ihre Klientel, die sie beschützen wollen. Absurd eigentlich. Auch wehrt sich diese Gruppe ja besonders, reich macht halt scheinbar auch geizig.

Also, ich wünsche mir weniger Hartherzigkeit, Politik auch mit Herz. Courage, aber eine solche mit viel Demut, nämlich dort zu handeln, wo es not-wendig ist, auch auf die Gefahr hin, dass man es sich mit einigen „Mächtigen“ z.B. aus der Wirtschaft oder in der eigenen Partei, verscherzt.

Ich sehe sehr viele starre Gesichter in der Politik. Schade!

Mit besten Grüßen

Roman Valent

Fundament – Generation45plus

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Dr. Gerhard Hammerer
Politik & Strategie

ÖVP Wien
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Tel: +43 (1) 515 43-931 DW
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Mobil: 0664 5262072
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ernst gemeint: kleine Lösungen für große Krisen

Schuldenbremse, heißt es jetzt neu, früher war es das Sparpaket, vorher das Nulldefizit

und mit großer Ernsthaftigkeit wird uns erklärt, dass das „jetzt“ ganz anders wäre als früher,

„ernst gemeint“, also.

Wenn es nicht so ernst wäre könnte man glauben, man wäre bei einem neuen Spiel im Kindergarten eingeladen.

Da trudeln wir also dahin, mit unserem Euro, mit den totemhaft heraufbeschwörten Gemeinsamkeitsdenken, ohne Wahrheitsbeweis.

Wir kommen nicht mehr aus, aus der Wohlstandsgesellschaft ohne Anstand, aus dem Karrieredenken ohne Rücksicht auf menschliche Zuwendung, aus den neuen, modernen Werten, die immer mit Erfolg, Geld, Macht zu tun haben. Aber nicht mehr mit Verzicht, Demut, Nächstenliebe, Partnerschaft.

Der Partner für einen Abschnitt wird zum Lebenszuschnittspartner: So soll er sein und ist er einmal Anders, dann ….CUT, der Nächste, bitte.

Machen wir das Beste daraus, für uns, in unserem eigenen Umfeld, das, was in unserer Macht steht und glauben wir nicht, es wäre umsonst.

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„Schuldenbremse“ einmal anders

Es ist schlimm, in reiferen Jahren seinen Job zu verlieren, aus „Rationalisierungs- Deregulierungsgründen“, oder wie immer dann das heißen mag. Zigjahre gearbeitet zu haben und auf einmal, so gegen 50, als unvermittelbar zu gelten.

Ein schwarzes Loch tut sich auf in die Altersarbeitslosigkeit zu geraten, immer diese dunkle Wolke mit sich zu tragen…

Eventuell noch hören zu müssen, dass man „keine Schuld“ geben solle und Verantwortung übernehmen müsse, zum neuen Job zu kommen, vielleicht selbst Schuld zu haben..

Liebe Betroffene, geben Sie sich persönlich nicht die Schuld für diese Situation. Gewinngierige, unethische Unternehmen, die dafür veranwortlich gemacht werden sollten, tun das nicht!

Das Leben geht weiter, manche finden noch einen Job und wenn Sie nicht dazugehören: Leben Sie jeden Tag, als wäre es ihr letzter. Sehen Sie andere Aufgaben in Ihrer Familie, für sich selbst, ehrenamtlich oder, gehen Sie ganz einfach sich selbst ein Stück näher, ob auf Spaziergängen in der Natur oder machen das, was Ihnen gut tut. Verwöhnen Sie sich selbst und haben Sie Mut und Vertrauen.

Ich glaube an Gott, den wir sagen können:

Herr, gib uns die Kraft, das zu ändern, was wir ändern können,
gib uns den Mut, das zu ertragen, was nicht zu ändern ist
und gib uns ein Stück Weisheit, das Eine vom Anderen zu unterscheiden.

In diesem Sinn, liebe Freunde,
wünsche ich Euch das Beste für diese Zeit

und
besinnliche Weihnachten im Kreise Eurer Lieben

Roman Valent
14.12.11

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„altersgerechter“ Arbeitsplatz“ als Lösung gegen Frühpensionen? – Newsletter des Pensionistenverbandes und Antwort von mir…

Von: PVÖ Pressedienst [mailto:presse@pvoe.at]
Gesendet: Montag, 04. April 2011 13:24
An: roman.valent@chello.at
Betreff: Blecha zu Pensionskommission: Mit „Arbeitsreform“ faktisches Pensionsalter anheben

 
    
 

Blecha zu Pensionskommission: Mit „Arbeitsreform“ faktisches Pensionsalter anheben

Volle jährliche Wertsicherung garantieren
In einer ersten Stellungnahme zur Pensionskommission bekräftigte Pensionistenverbands- und Seniorenrats-Präsident Karl Blecha die Wichtigkeit, das derzeit zu niedrige faktische Pensionsantrittsalter rasch und deutlich anzuheben. „Das gesetzliche Pensionsalter soll zur Regel werden, Frühpensionen die Ausnahme“, so Blecha. Für Blecha ist für das Erreichen dieses Ziels eine Arbeitsreform zwingend notwendig. ****
Blecha weiter: „Wenn wir wissen, dass die Gründe für das niedrige Pensionsantrittsalter die Berufsunfähigkeit bzw. die Invalidität sind, oder dass ältere Arbeitnehmer regelrecht von ihrem Arbeitsplatz in die Arbeitslosigkeit oder in die Pension gedrängt werden, müssen wir in den Betrieben ansetzen: mit altersgerechten Arbeitsplätzen.“ Der PVÖ-Präsident sprach sich auch für ein „Frühpensions-Monitoring“ aus: „Wir wollen genau wissen, warum die Menschen so früh in Pension gehen und wir wollen genau wissen, in welchen Betrieben das so ist.“

Zwtl: Volle jährliche Wertsicherung
„Ein Drehen an der Anpassungsschraube“ kommt für Blecha nicht in Frage. „Nur wertgesicherte Pensionen sichern das Vertrauen in das Pensionssystem, nur wertgesicherte Pensionen sichern das Pensionsniveau für die heute Jungen und nur wertgesicherte Pensionen erzeugen Inlandsnachfrage und sichern damit die Arbeitsplätze der Jungen“, so Blecha, der damit allen jenen eine Absage erteilt, die Pensionskürzungen das Wort reden. Blecha erinnerte daran, dass die Pensionisten bereits maßgeblich zur Budgetkonsolidierung beigetragen hätten.

Zwtl: Kommissions-Aufgabe erweitern
Der PVÖ- und Seniorenratspräsident sprach sich auch für eine Erweiterung des Aufgabengebiets der Pensionskommission aus. Derzeit ist die Pensionskommission eine ASVG-Kommission, weil sie sämtliche öffentlichen Pensionssysteme ausklammert. Trotzdem wird dann immer von „den Pensionen“ gesprochen. „Wir brauchen eine Gesamtsicht, also auf die gesetzliche Pensionsversicherung (ASVG, BSVG, GSVG) plus auf ALLE öffentlichen Pensionssysteme in Bund, Ländern und Gemeinden sowie die 2. und 3. Säule!“, so Blecha abschließend.

 

Dieser Newsletter wurde an folgende eMail-Adresse gesandt: roman.valent@chello.at
Um sich vom Newsletter abzumelden, klicken Sie bitte hier. <http://newsletter3.spoe.at/box.php?funcml=unsub2&nl=7&mi=6358&email=roman.valent%40chello.at>  

Impressum/Offenlegung gemäß §§ 24, 25 MedienG:
Pensionistenverband Österreichs PVÖ
Gentzgasse 129
1180 Wien

Rückfragehinweis:
Andy Wohlmuth, 01/31372 30

Besuchen Sie unsere Homepage: http://www.pvoe.at <http://newsletter3.spoe.at/lt/t_go.php?i=6358&e=Njg3OTc5&l=-http–www.pvoe.at>

 



Von: Roman Valent [mailto:roman.valent@chello.at]
Gesendet: Montag, 04. April 2011 14:14
An: ‘PVÖ Pressedienst ‘
Betreff: AW: Blecha zu Pensionskommission: Mit „Arbeitsreform“ faktisches Pensionsalter anheben

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

danke für die interessanten Newsletter, die ich in letzter Zeit, gerade zu meinem „Spezialthema“ – auch als unmittelbar Betroffener – bekommen habe.

 

Nur ganz kurz: Außer in den Schwerarbeiterjobs geht es in der Regel nicht einmal um einen „altersgerechten“ Arbeitsplatz (ergonomisches Sitzen ist nichts Neues, gilt für jung und alt), sondern um die Kostenfrage des älteren Arbeitnehmers/In, um die kurzfristige Gewinnmaximierung, die in den Köpfen der Manager ungebrochen vorhanden ist und die bekannten Zwänge dazu.

 

Aber es ist vollkommen richtig: Man muss präventiv ansetzen, auf das Erfahrungswissen verweisen – was mir in all den Jahren nur spärlich gelungen ist und auch deutlich sagen: Ältere frei zu setzen ist nicht „in“ sondern out“. Es ist ethisch sowie auch langfristig wirtschaftlich eine Katastrophe, ein weiterer Schritt unserer Wegwerfgesellschaft.

 

Wenn die Leute einmal arbeitslos geworden sind und über 55, dann sind sie unvermittelbar. Da muss man dann schon sehr innovativ werden, um dieses Problem richtig anzugehen. Lösungen, die nicht nur auf dem Papier gut erscheinen, sondern in der Praxis lebbar sind. Dazu fällt mir aber selbst auch nichts mehr ein.

 

Interessant ist, dass diese Problematik jetzt vom Pensionistenverband aufgezeigt wird (besser als gar nichtJ), aber es ist doch symptomatisch, wie auch die Vergangenheit gezeigt hat, dass sich Politik wie auch Medien nicht in dieser, richtigen Weise über das Thema getrauen. Die Macht liegt halt immer noch dort, wo das Geld herkommt, nämlich aus der Wirtschaft;). Da will man niemanden verärgern.

 

Ich hoffe, dass sie dieses Thema weiterhin angehen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Roman Valent

 

Fundament – Generation45plus

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„Macht“

Nicht die Ausübung von Macht ist das Problem, sondern der Mißbrauch derselben. Ich denke, wer Macht mit Demut – Mut zu dienen (der Sache, dem Volk etc..) ausübt, der wird’s gut „machen“.

Dürfte nicht so leicht sein, egal, in welcher Position man ist;)

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Hallo Politik, liebe Koalition…

Hallo Politik, liebe Koalition,

sagen Sie, können Sie das selbst noch hören, lesen, was Sie in Sachen „länger Arbeiten“ und „Aufheben der Hacklerreglung“ zum Besten geben?

Wie soll denn das passieren, möchte ich Sie fragen: Die Sehnsucht der Unternehmen, ältere Mitarbeiter vorzeitig anzubringen, ist ungebrochen. Ja, Sie haben vieles versucht es zu unterbinden, Anreize geschaffen, Förderungen, Projekte, aber…vollkommen fruchtlos, wie Sie sich wahrscheinlich selbst, im engeren Rahmen, wo Sie nicht einmal die Hand für harte Wahrheiten vorhalten müssen, eingestehen werden.

Ich halte Ihnen nicht vor, dass es das Problem gibt, nur, dass Sie als de facto „Schuldige“ die ArbeitnehmerInnen sehen, die früher in Pension gehen, das ist nicht in Ordnung. Diese Leute gehen in Pension, weil sie nicht mehr benötigt werden und/oder zu teuer sind, wenn es gut geht mit einem „Golden Handshake“, oder dann billiger, mit Mobbing.

Und Sie wissen wahrscheinlich genau so gut wie ich, dass ältere ArbeitnehmerInnen – seien wir tolerant und sagen wir „erst mit 55 Jahren“  (in Wahrheit in vielen Brachen und Ebenen schon viel früher) keinen Job mehr finden. Nehmen wir einmal die McJobs heraus und die hilflosen Versuche in eine rettende Selbständigkeit etc..

Das heißt für mich: Wenn Sie die Hacklerreglung aufheben, dann bringen Sie die Leute in die Altersarbeitslosigkeit.

„Altersarbeitslosigkeit“: Sagt Ihnen das was, wissen Sie, was das heißt, diese neue Form der Arbeitslosigkeit? Es betrifft zumeist kompetente Mitarbeiter, die über Jahrzehnte beste Arbeit geleistet haben, auch mit hoher Qualifikation, die trotzdem keinen Job mehr bekommen, die sich jahrelang in dieser entwürdigenden Situation befinden, als Notlösung vielleicht eine Invaliditäts- oder Berufsunfähigkeitspension sehen – mangels an Alternativen – auch noch zumindest „üben“ wenigstens legitim krank zu werden, um aus dieser entwürdigenden Situation zu entkommen. Und das betrifft eben Zigtausende, da brauchen Sie nicht auf die Statistik für Langzeitsarbeitslose zu schauen, die finden Sie dort nicht, weil die Betroffenen – immer zu rechten Zeit – einen Kurs konsumieren müssen – der die Arbeitslosigkeit wieder unterbricht. So finden Sie die Altersarbeitslosen über Jahre ohne Job, ohne das sie „langzeitarbeitslos“ genannte werden. Ist das nicht kurios?

Und wenn Sie des Öfteren davon sprechen, das es Ihnen in erster Linie um die „Leistungsträger“ geht, dann frage ich Sie, ob diese erfahrenen ArbeitnehmerInnen nicht lange genug Leistung gezeigt haben und dann, bei Problemen am Arbeitsmarkt, flugs als solche vergessen werden. Wieder ein brandneues Zeichen unserer Wegwerfgesellschaft, die so mit Ressourcen umgeht. Aus den Augen, aus dem Sinn. Es ist weder ökonomisch noch christlich, was da passiert, das wissen Sie aber sicher selbst.

Mir geht es aber – vielleicht so gar in erster Linie – um die Jugend, die sie jetzt zu den „Leistungsträgern“ erkoren haben, die „jungen Löwinnen und Löwen“, wie sie manchmal genannt werden, die billig, willig und flexibler sind, auch die Erfahrung mitbringen sollten – die sie natürlich noch nicht haben können und… die wir so sehr schnell verheizen werden.

Ja, ich weiß, es gibt keine Lösung, keine Win-win Situation. Sie wollen es sich auch nicht mit der Wirtschaft verscherzen, den wahren Mächtigen im Lande, vielleicht, als Redakteur, müssen Sie um Anzeigen bangen bzw. Ihr Vorgesetzter sieht das nicht gern, ich weiß…

Aber offen darüber zu reden, das wäre schon einmal ein Anfang. Zuviel Courage kann man sich heute nicht mehr leisten, ich weiß.

Oder doch?

Noch immer in guter Hoffnung.

Roman Valent


Fundament – Generation45plus

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„Länger arbeiten“.. die Theorie sieht keine Praxis mehr

Wie sollen wir länger arbeiten, wenn wir in einem großen Teil der Unternehmen – vor allem in Grozkonzernen bzw. börsenorientieren Unternehmen – immer wieder sehen müssen, dass die Älteren ihren Job verlieren, weil sie eben an erster Stelle (zu teuer) bei den Einsparungspotentialen von Managern stehen, die scheinbar schon zum Zweck dieser unpopulären, aber für den kurzfristigen Gewinn bestimmten Maßnahmenvorrangig angwendeten Art um einzusparen, aufgenommen wurden und deren  hohe Abfertigung vielleicht auch ein „Trostplaster“ für deren –  schon einkalkulierten – schlechten Abgang sind?

Wie sollen ältere Arbeitssuchende einen Job finden, wenn wir in der Realität die Situation haben, dass man mit 55 Jahren – spätestens – als unvermittelbar gilt, egal welche Ausbildung und Qualifikation vorhanden sind?

Probleme offen anzusprechen ist der erste Lösungsansatz. Wenn da nicht die Zwänge wären es eben doch zu unterlassen, sich mit den „Mächtigen“ nicht anlegen zu wollen…

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„Querdenken“

Querdenken sollte einem die Möglichkeit geben, durch verschiedene Sichtweisen eher Steine aus den Weg zu räumen, kreativer zu werden und das Leben lebendiger zu gestalten. Es ist nicht zu verwechseln mit „Querulantismus“, dessen Anhänger eher dazu neigen, eben immer wieder neue Haare in der Suppe zu finden (wollen/müssen) und keinen Stein des Anstoßes auslassen:). Wobei die Unterschiede wahrscheinlich fließend und anfangs für den Beobachter gar nicht zu erkennen sind.

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Was verbindet mehr – Erfolg oder Versagen ?

..die – durchstandenen – schlechteren Zeiten

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Die „Last Recource“ Gesellschaft – Zeit zum Reifen

ich denke, dass wir in nächster Zeit wirklich Entscheidendes vor uns haben, sowohl in ökologischen als auch in ökonomischen Bereichen. Ich denke, wir leben schon in einer Art „Last Recource“ Gesellschaft. Auch am Arbeitsmarkt, wo alles, was nicht billiger und mehr als flexibel am „Markt“ ist, verworfen wird. Viele Sach- und Machtzwänge verhindern eine Umkehr, aber ein Hoffnungsschimmer wäre, dass viele Nachdenkprozesse stattfinden, zu unseren Werten und Vorstellungen eines sinnvollen Lebens. Das wäre unsere Chance. Was dann noch dazukommt bzw. ob die Mayas etwas einsehen konnten, das wird sich zeigen. Aber es gilt schon der bekannte Spruch: Und wenn morgen die Welt untergehe, ich würde heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen….

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